Die Bergbahnen Malbun AG sindoptimal auf den Winter vorbereitet.
Im Vorfeld der Saisoneröffnung trafsich PANORMA Mitte November mit Geschäftsführer und Verwaltungsrat der Bergbahnen Malbun AG, Rainer Gassner, sowie mit dem Technischen Leiter, Benjamin Eberle, zu einem Gespräch. Im Mittelpunkt des Interviews standen die administrativen und die technischen Vorbereitungsarbeiten im Hinblick auf die bevorstehende Wintersaison in Malbun.
Rainer Gassner, was gibt es vordem Saisonstart am 8. Dezember alles zu tun?
Generell gesagt gilt es, den Sommerbetriebauf den Winterbetrieb umzustellen. Für uns beginnt der Winter,lange bevor der erste Schnee fällt,denn wir müssen bereits parat sein,wenn es zu schneien beginnt. Das schöne Wetter und der lange Herbst, sowie wir ihn dieses Jahr erleben, haben auch ihre guten Seiten – wir gehen gut gerüstet in die neue Skisaison.
Was bedeutet dieseUmstellung konkret?Ich bin für den gesamten Betrieb verantwortlich.
Irgendwie laufen alle Fädenbei mir zusammen – Administration, Koordination, Organisation etc. Dazu gehören beispielsweise der Kartenvorverkauf, verschiedene Verträge– vor allem mit Sponsoren – verlängern,die Skidepots neu einzuteilenund entsprechende Mietverträge abschliessen. Darüber hinaus nimmt das ganze Personalwesen sehr viel Zeit in Anspruch. Es gilt, neues Personal zu rekrutieren, Bewilligungen für ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beantragen, welche teilweise ein einem sogenannten kurzfristigen Angestelltenverhältnis stehen, sowie administrative Aufgaben wie Abrechnungen für die Krankenkassen, Pensionskassenoder Versicherungen zu erledigen. Je näher die Wintersaison rückt, umso häufiger sind wir mit Medienarbeitkonfrontiert. Wir haben laufend Anfragen zu beantworten und Medienmitteilungen zu verfassen.
Wie erleben Sie die Vorbereitungsarbeitenauf die Wintersaison,Benjamin Eberle?
Die Vorbereitungsarbeiten auf die neue Wintersaison beginnen eigentlich bereits im Frühling, wenn die letzte Wintersaison zu Ende geht. Dann nämlich rüsten wir als Erstes den Sessellift Sareis auf den Sommerbetrieb um. Das heisst, wir führen die vorgeschriebenen Kontroll- und Revisionsarbeiten durch.Danach die anderen Bahnen.
Was zählt dazu?
Revidieren heisst beispielsweise Seile, Rollen, Lager und Stützenschrauben kontrollieren. Nach gewissen Jahren sind auch Vorschriften des BAV (Eidg.Bundesamt für Verkehr) einzuhalten. Dieses Jahr wurden z. B. die Seilklemmen überprüft. Das heisst, die Klemmen wurden komplett zerlegt und zur Überprüfung an eine autorisierte Prüfstelle eingeschickt. Dort werden die Teile auf Risse überprüftund der Verschleiss gemessen. Fallsnötig, werden die Teile ersetzt. Müssen Teile oft ersetzt werden? Je nach Belastung und Verschleiss müssen gewisse Teile früher oder später ersetzt werden. Dieses Jahr mussten wir z. B. nach 41 Jahren Betrieb ein Seil beim Skilift Schneefluchtersetzen.