FÜR GERECHTERE MEDIENFÖRDERUNG

Als ehemaliges Mitglied der Medienkommission
erlaube ich mir, mich in
die aktuelle Diskussion um die staatliche
Medienförderung einzumischen.


Im Medienförderungs-gesetz von 2006
(von FBP und VU im Landtag mehrheitlich
beschlossen) steht unter Artikel 3 unter anderem, dass der Staat im Interesse der Erhaltung der Meinungsvielfalt,
der Steigerung der journalistisch-redaktionellen Qualität (…)
Medienförderung gewähren könne.

An anderer Stelle, nämlich in Artikel (4, 1 d) heisst es, ein Medium müsse mindestens zehn Mal pro Kalenderjahr
erscheinen, um in den Genuss Medienförderung zu kommen.


Man braucht kein Jurist zu sein, um zu erkennen, dass das einen Wider-spruch in sich darstellt und etliche Medien von vornherein von einer
Förderung ausschliesst.

 

Nach meinem Verständnis kann auch ein Medium, das ein einziges Mal pro
Jahr erscheint, ein qualitativ hochstehendes
Produkt sein. An dieser
Stelle nenne ich jeweils gerne die Balzner Neujahrsblätter als Beispiel.

 

Beim Alpenmagazin PANORAMA haben wir im Lauf der letzten 14 Jahre
gelernt, uns aus eigener Kraft, das heisst mithilfe von Inserenten und
grosszügigen Gönnern, aber auch mit Arbeit und innovativen Ideen finanziell über Wasser zu halten. Darüber sind wir froh und dankbar!

Ich war und bin ein Gegner des derzeit
geltenden Medienför-

derungsgesetzes, weil es meines Erachtens ein

ungerechtes Gesetz ist. Und diese meine Haltung habe ich bei den mass- gebenden Stellen auch immer wieder deponiert. In der Medienkommission
musste ich stets gegen meine eigene
Überzeugung handeln, das heisst nach den Gesetzesbestimmungen.


Ich hoffe, dass die Politik eines Tages den Mut zeigt, im Sinne der Medienvielfalt ein Förderungsgesetz für alle
Medien zu schaffen, sodass auch die
«Kleinen» davon profitieren können,
die – so scheint es mir – in unserem Land gelegentlich vergessen werden.

 

Markus Meier


Unsere Partner

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